Morgen geht es endlich mal an den Strand.
Es ist gutes Wetter gemeldet und ich freue mich schon sehr darauf.
Zusammen mit ein paar Leuten aus dem Labor werden wir nach Yankou fahren (ca. 1 Stunde mit dem Bus entfernt).
Artikel Frankfurt-Peking-Hangzhou-Qingdao fertiggestellt
Wer wissen will wie es weiter ging auf meiner Hinreise, der kann das jetzt hier nachlesen.
Yantai im Norden der Halbinsel der Provinz Shandong
Gestern hatte Professor Yuan ein Meeting in Yantai und er war so nett, dass er mich spontan mit dorthin genommen hat, damit ich mir diese Hafenstadt im Norden der Halbinsel der Provinz Shandong anschauen kann.
Wir sind mit 5 Mann in einem Auto ca. 2-3 Stunden dorthin gefahren.
Yantais Architektur ist genau wie in Qingdao teilweise sehr westlich geprägt, was ihr auf folgenden Bildern sehen könnt.
Hier noch ein paar weitere Eindrücke.
In Yantai hätte ich schön baden gehen können, allerdings habe ich das erst erfahren, als ich schon im Auto saß und meinen Bikini nicht dabei hatte. Allerdings glaube ich, dass ich in meinem Bikini am Strand von Yantai auch sehr aufgefallen wäre (als ob ich das nicht schon so genug täte
). Denn in den Geschäften hab ich bisher überwiegend nur Badeanzüge oder Zweiteiler gesehen, die auch den Bauch verdecken. Ich weiß nicht, ob die Chinesinnen sich im Bikini zu nackig fühlen oder ob sie nur nicht braun werden wollen. Außerdem kann ich schwimmen, was die meisten Chinesen nicht können.
Auf jeden Fall bin ich ein wenig die Prommenade am Strand entlang geschlendert und war auch vollständig angezogen immer noch ein Hingucker.
Frankfurt-Peking-Hangzhou-Qingdao oder Miriams kleine Odyssee
Auf der Zugfahrt von Trier nach Frankfurt hat alles super geklappt. Auch in Frankfurt lief alles glatt. Aber auf chinesischem Boden begann die Odyssee.
Aber nun von vorne:
FRANKFURT-PEKING
Wir sind pünktlich in Frankfurt abgeflogen. Auf dem Foto könnt ihr meinen Platz und einen Sonnenuntergang mal aus der Perspektive über den Wolken sehen.
Ich hatte einen Fensterplatz. Neben mir saß eine Chinesin. Zunächst haben wir nicht miteinander gesprochen. Als ich dann sah, dass sie die Frankfurter Allgemeine las, habe ich sie angesprochen, ob sie deutsch spreche. Ja, das tat sie und zwar recht gut. Ich habe mich dann den ganzen Flug über immer wieder mit ihr unterhalten. Sie war sehr nett. Sie war auf dem Weg nach China, um ihre Eltern zu besuchen. Als es dann darum ging, was und wo ich studiere, stellte sich heraus, dass sie mit ihrem Mann und ihrem Kind auf dem Trimmelter Hof in Trier wohnt. Was für ein lustiger Zufall. Da fährt man nach China und trifft im Flugzeug jemanden aus Trier
Der Flug war echt ewig lang. Im Bord-TV liefen nur scheiß Filme in der Endlosschleife und schlafen konnta man auch nicht wirklich. Irgendwann so nach 9 oder 10 Stunden kamen wir dann in Peking an. Ich hatte zwar einen Flug nach Hangzhou gebucht, aber gut nun war ich in Peking und dachte, gut dann bleibste halt im Flugzeug sitzen und dann geht’s gleich weiter nach Hangzhou. Aber nein, weit gefehlt. An dieser Stelle hieß es für mich aussteigen.
PEKING-HANGZHOU
Nach der Landung in Peking erfolgte erst mal die längste FlugzeugFAHRT meines Lebens. Wir sind irgendwie am letzten Ende des Flughafens gelandet und fuhren bestimmt 15-20 min, bis wir endlich aussteigen konnten. Am Flughafen wurden dann die Leute, die weiter nach Hangzhou wollten (ganze 3 an der Zahl – ein deutscher Geschäftsmann, ein Spanier und ich) vom Bodenpersonal abgeholt und über den Pekinger Flughafen geschleust. Man kann sich vorstellen, was auf einem Flughafen der Hauptstadt eines Landes mit 1,3 Milliarden Einwohnern los ist. Papa meinte am Bahnhof in Trier noch zu mir: ” So wenig Menschen wie hier wirst du in China nicht mehr sehen!”. Aber weit gefehlt! Der Flughafen in Peking war zwar riesig groß, aber da war kein Schwein!!! Da war ja selbst auf dem Trierer Bahnhof mehr los!
Auf jeden Fall wurden wir 3 Extrawürste dann durch eine Mini-Kontrolle geschleust und kamen dann in eine Wartehalle in der wiederum niemand war. Uns wurde gesagt, dass um halb neun boarding wäre und wir abgeholt würden. Wir mussten also noch 1,5 Stunden warten. Ok, dachten wir uns, ist ja noch ein Weilchen bis dahin. Die anderen Leute kommen bestimmt noch. Aber es kam niemand. In dieser Wartehalle waren nur wir 3 Verschollenen, eine Flughafenangestellte, die so klein war, dass sie gänzlich hinter ihrem Schalter verschwand und eine Putzfrau, die ganz apathisch mit einem Wischmopp die riesige Halle auf und ab schlürfte und so den Boden wischte.
Als uns dann um halb neun immer noch niemand abgeholt hatte, ging ich zu der Frau am Schalter, die auf der Tischplatte lag und wohl in eine tiefe Trance verfallen war, und sagte zu ihr, dass wir ja jetzt eigentlich abgeholt werden sollten und ja noch niemand da sei… Aus ihrer Trance erwacht, tippte sie nur gelangweilt was in ihren Computer und meinte nach einer Weile zu mir: “Yes, Boarding”. Ich weckte also den Spanier und sagte dem deutschen bescheid und dann ging es ab in einen Minibus, der uns zum Flugzeug fuhr. Ich frage mich immernoch was wohl passiert wäre, wenn ich die Frau nicht angesprochen hätte. Vielleicht würde ich dann jetzt noch auf dem Flughafen in Peking sitzten.
HANGZHOU-QINGDAO
Schließlich saßen wir drei in der Maschine nach Hangzhou. Ich hatte einen Platz am Gang über den Tragflächen, also viel viel Platz. Der Spanier saß in der gleichen Reihe auf der anderen Seite des Gangs und pennte. Wir warteten also darauf, dass das Flugzeug losfliegen sollte und wir warteten und warteten… 10 Minuten, 20 Minuten, 30 Minuten. Allmählich wurden die Leute etwas unruhig. Der Captain sagte durch, dass wir aufgrund von “air traffic control” noch keine Freigabe zum starten erhalten hätten – natürlich alles auf chinesisch. Zum Glück konnte der Chinese neben mir englisch, sodass ich mich bei ihm erkundigen konnte, was denn los sei. Ach ja und sie wüssten auch nicht, wann wir denn eine Freigabe bekämen… Inzwischen bangte ich, dass ich meinen Anschlussflug nach Qingdao nicht bekommen würde. Ich hatte 3 Stunden Puffer eingeplant. Aber dieser Puffer schmälerte sich mit jeder Minute, die wir hier länger am Boden standen. Inzwischen begannen die Bordangestellten schon mal Getränke und die Snacks zu verteilen. Mein Flug nach Qingdao sollte um 13.50 Uhr in Hangzhou abfliegen. Der Flug nach Hangzhou sollte ca. 2 Stunden dauern. Ich hätte also spätestens um 11.00 Uhr in Peking abfliegen müssen.
Inzwischen waren schon zwei Passagiere ausgestiegen und ich wusste nicht was ich tun sollte. Auch aussteigen? Vielleicht gäbe es ja einen Direktflug von Peking nach Qingdao (was eh viel kürzer gewesen wäre). Aber mein Gepäck war ja schon in diesem Flugzeug. Ich blieb also sitzen und wartete und wartete und wartete. Inzwischen wurde es in dem Flugzeug unerträglich heiß, weil die Klimaanlage wohl nur funktioniert wenn das Flugzeug in der Luft ist. Ich wusste nicht was ich tun sollte. Ich war müde und konnte nicht schlafen und war zu faul um etwas zu lesen. Also saß ich einfach nur apathisch in meinem Sitz und fächerte wie wild mit den Sicherheiteinweisungen, die ich vor mir im Sitz gefunden hatte. Schon bald fächerte das ganze Flugzeug. Der Spanier gegenüber von mir schien von all dem nichts mitzubekommen und pennte die ganze Zeit.
Dann endlich, ich glaube es war etwas nach 11 Uhr, flugen wir mit mehr als 2 Stunden Verspätung los. Ich war mir mitlerweile ziemlich sicher, dass ich meinen Anschlussflug nicht mehr bekommen würde, da ich in Hangzhou ja auch noch mein Gepäck abholen und neu aufgeben musste.
Wir landeten so gegen 13.30 in Hangzhou aber bis wir letztendlich aus dem Flugzeug raus waren und uns die hektische Dame vom Bodenpersonal durch einen Hintereingang dirket zu der Gepäckausgabe geschleust hatte, war es 13.50, also flog gerade in diesem Moment meine Maschine nach Qingdao. An diesem Punkt verließ uns jedoch die Dame vom Bodenpersonal und ich wusste noch nicht mal wohin ich als nächstes sollte. Ich wartete also an den Gepäckbändern auf meine Koffer und war etwas verunsichert, weil dort nur was von Kualalumpur und Seoul stand und nichts von Peking. Komischerweise kam mein Gepäck trotzdem.
Ich schnappte es mir also und eilte aus dem Arrival-Bereich heraus, vorbei an den Leuten, die bereits die Ankömmlinge erwarteten, um sie anzuholen. Als nächstes machte ich mich auf zum Departure-Bereich und fragte an einer Info, wo ich denn hin müsse, da mein Flug bereits abgeflogen wäre. Die Damen berieten sich zu dritt, was sie mir denn auf englisch antworten sollten. Schließlich schickten sie mich zum AirChina Schalter, ich sollte einen neuen Flug buchen. Auweia, ob das alles so problemlos geht, dachte ich mir und machte mich auf zum AirChina Schalter. Dort gab ich dann mein Gepäck erneut auf und bekam problemlos ein neues Ticket für einen Flug nach Qingdao der um 14.50 Uhr fliegen sollte. Inzwischen war es 14.30 Uhr, ich sollte mich also beeilen, was ich dann auch tat.
Zu allem Überfluss meinte dann der Mensch von der Handgepäckkontrolle etwas verdächtiges bei mir entdeckt zu haben. Sodass mein Rucksack mehrmals durchleutet wurde. Ich glaube es war irgend ein Ladegerät oder Verlängerungskabel, was ihn gestört hatte. Als ich dann meinte, dass ich mich sehr beeilen müsste, weil ich sonst meinen Flug verpassen würde, war es auf einmal ok und ich konnte gehen. Vielleicht wollte er auch einfach sehen, was ich so alles in meinem Rucksack hatte. Ich stopfte also alles ausgepackte nur noch in meinen Rucksack rein und machte mich schleunigst auf den Weg zum Gate.
Dort stellte ich dann fest, dass die neue Flugverbindung, die ich bekommen hatte eigentlich die alte war, die auch Verspätung hatte. Boarding war für um 14.50 Uhr geplant und fand dann tatsächlich so gegen 15.40 Uhr statt, glaube ich. Also mal wieder viel Warterei.
Letztendlich bin ich so gegen 17.30 Uhr statt 15.00 Uhr -zwar mit viel Verspätung aber besser als nie- in Qingdao angekommen, wo auch Leute mit einem Schild auf mich warteten, auf dem MIRIAM HILL stand.
Man, war ich froh, endlich angekommen zu sein.
Jetzt geht’s los *sing*
Hallo!
Ich melde mich live vom Frankfurter Flughafen. Ipod und t-mobile machen es möglich. Die fahrt hier hin hat super geklappt und bis jetzt lief alles wie geschmiert. Ich hoffe, dass das auch so bleibt. In ca. 30 min geht es ab ins Flugzeug und dann geradewegs nach China. Ich bin ja so gespannt!!!
Ich melde mich dann wieder von da.
über Qingdao
Ich werde an der Qingdao Agricultural University meine Bachelor-Arbeit schreiben.
Qingdao ist ein kleines 8 Millionen-Städchen in der Provinz Shandong im Osten Chinas. Früher war es einmal deutsche Kolonie.
Der Name der Stadt heißt so viel wie „Grüne Insel“ (青岛).
bald geht’s los
Hallo ihr lieben!
Erst mal vielen Dank an alle, die auf meiner Abschiedsparty waren. Es hat mich echt gefreut, dass ihr da ward. Die Party war echt schön.
Hier gibts nochmal die Info für alle. Ich fliege am 03. August von Frankfurt nach Hangzhou und von da aus nach Qingdao.
Zurück komme ich voraussichtlich am 26. Januar 2011.











