andere Laender, andere Sitten

Miriam Posted in Essen, Kurioses
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Zu diesem Thema nur ein ganz kurzes Episoedchen vom Fruehstueck heute morgen.
Es, gab Tee, ungetoasteten Toast, auf den man sich Marmelade schmieren konnte und ein hart gekochtes Ei in einer Schuessel.

Ich habe mein Ei in die Schuessel gepellt und meinen Toast mit den Haenden gegessen.
Der chinesische Herr mir gegenueber hat das Ei auf die Tischdecke gepellt und den Toast mit Staebchen gegessen :D

Essen in China bestellen = Wundertüte kaufen

Miriam Posted in Essen
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Essen in China bestellen = Wundertüte kaufen

Immer wenn ich in China essen bestelle, erinnert mich das daran wie man als Kind immer die Wundertüten gekauft hat – man weiß zwar ungefähr was einen erwartet, ist aber am Ende doch überrascht was man tatsächlich bekommt. 
Ich kann ja mittlerweile doch schon ein bisschen chinesisch und kenne auch schon einige Gerichte doch es passiert mir immer wieder, dass ich entweder keinen Plan habe, was da kommt oder, dass am Ende doch etwas ganz anderes kommt als ich erwartet hätte. 
Hier ein Beispiel zu ersterem Szenario:
Meine Vorgehensweise als Vegetarier im Chinesischen Restaurant ist folgende. Ich komme in den Laden und schaue mir die Speisekarte an. Alle Gerichte in denen das Zeichen für Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte oder Hühnchen oder so drin vorkommt sind schon mal direkt aus dem Rennen. Finde ich also kein anderes Gericht in dem keines der Zeichen vorkommt, wird gefragt: “Ich möchte was vegetarisches, weil ich kein Fleisch, Fisch und auch keine Meeresfrüchte esse – habt ihr sowas?”. Meistens kommt dann: “Ja, haben wir. Zum Beispiel ‘blablabla’”, irgendwas, was ich nicht verstehe und ich sage dann: “Gut, das nehme ich.” und lasse mich überraschen, was kommt. 
Manchmal bin ich aber auch in einem Restaurant, lese die Speisekarte und meine zu verstehen, was das ist und meine das schon mal gegessen zu haben, also bestelle ich das dann. Aber manchmal kommt dann was ganz anderes als ich gedacht hätte :D  

Sonderangebot

Miriam Posted in Campus-Leben, Essen
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Heute kam Hangbo mit einer großen Tüte Mandeln an meinen Tisch, ich solle mir welche nehmen.
Lecker Mandeln, noch mit dem Kern drum herum, die muss man noch knacken. Ich beiße also munter fröhlich auf meinen Mandeln rum und knacke so eine nach der anderen.

Eben war ich dann im Supermarkt Abendessenkaufen und wundere mich über eine besonders auffällige Menschenanhäufung. Ich meine zu den Essenszeiten ist der ganze Supermarkt überfüllt, aber an dieser einen Stelle tummelten sie sich besonders…
Ich schaue also, was es dort besonderes gibt: Mandeln im Superangebot! Und der ganze Mops wühlt in den losen Mandeln rum, um die allerbesten raus zu picken.

Jetzt weiß ich auch, warum Hangbo heute Mandeln hatte…
Und jetzt weiß ich auch, dass die Mandeln, die ich eben so munter fröhlich mit dem Mund geknackt habe, vorher vermutlich schon durch hunderte chinesische Hände gewandert ist…

Habe ich eigentlich schon mal erzählt, dass sich viele Chinesen nach dem Toilettengang nicht die Finger waschen?

Guten Appetit

Chinesische Sprache – schwere Sprache

Miriam Posted in Essen, Kurioses
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Heute ist mir genau das passiert, wovon jeder berichten kann, der mal was mit chinesisch zu tun hatte.
Ich wurde missverstanden!
So ein richtig schönes Beispiel:

Ich sitze mit zwei Chinesen am Mittagstisch und werde mal wieder voller Unverständnis gefragt, warum ich denn kein Fleisch esse…
Ich gebe meine Standardantwort: don’t want to kill animals – dead animals bähh – und so weiter und sofort – und schaue dabei nur in verständnislose Augen schaue.

Danach kommt die Standardfrage Nummer 1: Magst du chinesisches Essen?

Antwort: Ja!

Danach dann Standardfrage Nummer 2: Welches Essen magst du am liebsten?

Stolz gebe ich meine Antwort auf chinesisch: Qie Zi (Aubergine) und schaue abermals in ein ungläubiges Gesicht diesmal zusätzlich mit einer leichten Prise Überraschtheit “Xie Zi?”
– “Dui” (ja), denn für mich hat sich das genauso angehört wie meine Version (in etwa “Schiäääzi” gesprochen – das eine mehr, das andere weniger gezischt).

Als der andere Chinese von der Toilette zurück kommt, bricht zwischen den beiden eine heftge Diskussion aus…
Ich schaue die beiden mit drei großen Fragezeichen über meinem Kopf an.
-”Xie Zi is animal…”

Später hat mir Freund elektronisches Wörterbuch dann erklärt, dass ich gesagt habe, ich würde gerne Skorpione essen…

Also dieses chinesisch – wer hat sich das nur ausgedacht?!?!


Abendessen deluxe

Miriam Posted in Campus-Leben, Essen
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Heute habe ich mir mal so richtig was gegönnt zum Abendessen: Baguette mit Käse und Oliven!

Hat zwar ungefähr das 10 fache gekostet won einem normalen Abendessen aber man kann sich ja mal was gönnen.
Das war mein erstes Käsebrot seit ca. 4 Monaten!!!!

Jetzt habe ich allerdings etwas Bauchweh :(

Habe auch mal den Chinesen hier im Labor was zu probieren gegeben und die fanden es so ziemlich alle…

… na, wie wohl….

…. ekelig *hehe*

einen konnte ich vom Käse überzeugen und einen von den Oliven.

Zwei haben es direkt wieder ausgespuckt :D

Frühstück die Zweite

Miriam Posted in Essen,Tags: , , ,
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Nochmal ein kurzer Bericht zum Thema Frühstück.
Das letzte Mal haben sich ja einige von euch schon negativ über mein Frühstück geäußert. Von wegen Brennnesselsud oder Regentonne mit Algen drin. Mal sehen was euch so feines zum Thema schwarzer Bambustoast mit hartgekochtem Ei und Chili-Soße einfällt. Das auf dem letzten Foto ist scharfer Weißkohl in Essig.

Wenn ihr euch jetzt fragt, wie schmeckt denn so ein schwarzer Bambus-Toast muss ich euch enttäuschen. Er schmeckt nicht anders als ganz normaler Toast…

Viel spaß beim Bilder anschauen!

Xi’an – bekannt für seine Terrakotta Armee (兵马俑)

Miriam Posted in Essen, Xi'an 西安市, unterwegs
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Xi’an liegt relativ zentral in China und war vor mehreren Jahrhunderten immer wieder eine strategisch wichtige Stadt für chinesische Herrscher. Vor allen Dingen seine heute noch vollständig erhaltene, 12 Meter hohe und 12-14 Meter breite Stadtmauer macht Xi’an zu etwas besonderem. Etwa 30 km ausserhalb wurde durch Zufall die heute sehr bekannte Terrakotta Armme des ersten chinesischen Kaisers Qin Shihuangdi (轻视皇帝) entdeckt.


Nachdem das Meeting in Ji’nan beendet war, ging es mit drei Stunden Verspätung weiter mit dem Flugzeug nach Xi’an. Von dort aus fuhren wir mit dem Auto noch einmal 2 Stunden bis zu unserem Hotel. So gegen 2 Uhr in der Nacht kamen wir dann auch tatsächlich dort an. Nach eine kurzen Diskussion an der Rezeption – ich hab nicht verstanden worum es ging – ging es dann auch aufs Zimmer. Ich weiß nicht warum, villeicht war das Hotel wegen des Apfel-Symposiums bis auf dieses Zimmer ausgebucht, auf jeden Fall habe ich eine ultra große, noble Suit bekommen. Ich will nicht wissen, was das gekostet hat. Also habe ich erst mal anstatt ins Bett zu gehen, das Zimmer abfotografiert. Wer weiß wann ich nochmal ein so tolles Zimmer bekomme… ^^ Auf den Fotos kommt aber leider nicht rüber, wie groß das war. Mit einem Badezimmer, mit Hightechdusche, Gäste WC, ner Sitzecke, eine kleine Bar und ein Schlafzimmer…

Am nächsten Tag, hieß es dann schon um halb acht aufstehen, für Frühstück und ein paar Vorträge anhören und eine Apfelversuchsfarm zu besuchen. Nach dem Mittagessen ging es dann im Reisebus Richtung Xi’an Altstadt. Professor Yuan musste leider schon zurück nach Qingdao fliegen. Ich habe mich also an 3 Studeninnen unserer Universität gehalten. In Xi’an hatten wir dann ein nicht ganz so nobles Zimmer aber auf jeden Fall genug für die kleine Miriam und die Studentin, mit der ich es mir geteilt habe.

Am nächsten Morgen ging dann die Kaffeefahrt duch Xi’an los.

STATION 1: Terrakotta Armee

Dieses Ausflugsziel stand auf meiner ToDo-Liste für China und jetzt konnte ich es doch tatsächlich als erstes abhaken. Allerdings war ich etwas enttäuscht :( Vielleicht lag es auch einfach daran, dass dort zu viele Menschen waren und die Reiseleitung nur chinesisch gesprochen hat. Ich hätte mir auch einen extra Führer auf englisch holen können, hatte aber Angst nachher meine Gruppe nicht mehr zu finden und hab es deshalb sein gelassen. An sich ist die Armee schon sehr interessant, aber man sieht keinen Soldaten mal so richtig von Nahem – immer nur so aus min. 8 Metern Entfernung und min. 5 Chinesen dazwischen. Bin aber trotzdem froh, dass ich dort hin war.

STATION 2: Huaqing Hot Springs

Nachdem wir bei der Terrakotta Armee waren ging es zu den Huaqing Hot Springs. Hier kommt das ganze Jahr über das Wasser mit einer konstanten Temperatur von 43°C aus den Quellen. Verschiedene Herrscher haben während der Jahrhunderte diesen Ort als Bad benutzt. Und besonders berühmt ist er auch wegen dem Xi’an Incident von 1936.

STATION 3: Messerverkauf

Als nächstes ging es, wie es sich für eine echte Kaffeefahrt gehört, zum Messerverkauf. Zunächst gab es eine QVC reife Vorführung diverser Schneidgeräte im Anschluss konnte man sich die Sachen von Nahem anschauen und selbst ausprobieren. Dabei bin ich dann sitzen geblieben und auf meinem Stuhl eingepennt – was will ich schon mit nem Sparschäler??? Danach wurde man durch die Verkaufshallen geschleust. Das gute war, es gab ein kleines Messerchen umsonst :)

STATION 4: Wildganspagode

Die Wildganspagode ist mit ihren 7 Stockwerken eins der Wahrzeichen Xi’ans. Leider hatten wir nur zwanzig Minuten Zeit und konnten nicht hinein gehen, sondern konnten sie nur von weitem sehen. Trotzdem schön.

STATION 5: Freizeit Park Tang-Paradies

Als wir in den Park kamen, war es schon dunkel. Aber die Gebäude waren nett beleuchtet. Um halb neun gab es dann eine Film-Vorstellung auf der weltgrößten Wasserleinwand. Dabei sprühten Fonteinen Wasser in die Luft und auf dessen Nebel wurde dann ein Film projeziert mit anschließendem Feuerwerk und Lichteffekten – echt imposant!

Danach sind wir totmüde ins Bett gefallen, um am nächsten Morgen 22 Stunden mit dem Zug zurück nach Qingdao zu fahren. Wir fuhren in einem Schlafwaggon – war eigentlich recht komfortabel und angenehm. Die Zeit ging schneller rum, als ich gedacht hätte.

Und nun sitzte ich hier und schreibe alles für euch nieder….


Frühstück

Miriam Posted in Campus-Leben, Essen
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Guten Morgen nach Deutschland!

Ihr schlaft zwar bestimmt alle noch, aber hier ein kurzer Bericht von meinem Frühstück heute:

leicht süße, dickflüssige Bohnensuppe (Kidneybohnen) mit Reis (0,5 RMB)
und leicht scharfes dünnes Fladenbrot (1 RMB)

Sieht auf dem Foto etwas ekelig aus, weil es in der Kantine sehr dunkel war, ist aber eigentlich ganz lecker, wenn man sich daran gewöhnt hat, dass es Suppe zum Frühstück gibt. :D

Danach ist man pappensatt. Und wo kriegt man denn schon in Deutschland ein Frühstück für weniger als 20 cent?!?

Achso, das mit dem Löffel ist meine Spezialität, denn normalerweise setzt man einfach die Schüssel auf und trinkt die Suppe (wahlweise mit einem dazu passenden Geräusch). Ich esse sie lieber mit dem Löffel. :D

做饺子 – Jiao Zi machen

Miriam Posted in Essen, Wei Hai 威海市
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Jiao Zi (饺子) sind kleine Teigtaschen, die mit Gemüse oder Fleisch gefüllt sind – im Prinzip ist das die chinesische große Version von Ravioli oder Tortellini.

Und das geht wie folgt:

1. Teig zu einer Wurst formen, kleine Bällchen abreißen und diese platt drücken. Dann werden kleine runde Teiglinge ausgerollt.
2. Einen Klecks der Füllung auf den Teigling geben.
3. Den Teigling in der Hälfte falten und oben zusammendrücken.
4. Ebenso die Seiten schließen. Dabei ist es gar nicht so einfach, dass die Füllung nicht wieder an den Seiten raus kommt.
5. Den Teigling rund Formen.

6. Die Unterseite in Mehl tupfen.
7. Die Rohlinge auf ein Bambus rost aufreihen und dampfgaren

Fertig! – Lecker!!!
Nur etwas unhandlich und schwierig mit Stäbchen zu essen – zumindest für mich.

Suppe zum Frühstück

Miriam Posted in Essen, Wei Hai 威海市
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Ich habe ja jetzt für knapp eine Woche in einer chinesischen Familie gelebt und habe dementsprechend auch die “echten” chinesischen Essgewohnheiten miterleben dürfen. Denn wenn ich mit Liu Li im Wohnheim Frühstücke ist das so ein Mischmasch aus chinesischem und deutschem Frühstück, weil sie sich so ein bisschen an mich anpasst.

Ich denke, dass ich manchmal zuhause kalte Pizza zum Frühstück gegessen hab war ein ganz gutes Training für China. Denn hier scheint es mir, als sei es egal, ob es Frühstück, Mittagessen oder Abendessen ist, das was gegessen wird ist ziemlich ähnlich. Da kommt es auch schon mal vor, dass das Gemüse oder Fleisch vom Abendessen gewärmt wird und zum Frühstück gegessen wird.

Zum Frühstück ess ich ja meistens Brot mit was süßem drauf oder Käse oder so. Aber hier gab es meistens Suppe. Ok, man gewöhnt sich an alles… Auch dass ich das süße Brötchen zusammen mit dem salzigen Gemüse essen sollte, war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Tagen hatte ich mich geschmacklich auch daran gewöhnt.

Hier noch ein paar Besonderheiten, die es bei Liu Li’s Eltern gab:

- Mittwochs hatte Liu Li’s Mutter Geburtstag. Am Geburtstag gibt es zum Frühstück immer Nudeln, weil die für ein langes Leben stehen.

- Wenn Besuch kommt, gibt es auch Nudeln, um ihn willkommen zu heißen.

- Zum Frühstück gab es auch frisch selbstgemachte warme Solyamilch. Anfangs hat auch die etwas seltsam geschmeckt, aber als ich dann am nächsten Tag gesüßte bekommen hab, war das richtig lecker.

- Zum Abendessen gab es einmal Enteneier. Die kommen in salzige Erde und dann gegart. Danach ist das Eiweiß sau salzig und das Eigelb angenehm salzig. Die werden dann unterschiedlich lang gelagert und bekommen mit der Zeit so ein (meiner Meinung nach) fauliges Aroma, was einige wohl sehr gern mögen. Die Eier gab es dann in der Mitte aufgeschnitten in der Schale serviert und die werden dann mit Stäbchen gegessen :D Probiert das ruhig mal zuhause aus. Kocht euch ein Ei (recht lange), schneidet dass dann der Länge nach auf und esst es mit Stäbchen – gar nicht so einfach kann ich euch sagen!!!

- Ein anderes Mal gab es Jiao Zi (饺子) zum Abendessen und wir wurde gezeigt, wie das geht. Die Anleitung zum Jiao Zi machen findet ihr hier nachlesen.