Xi’an liegt relativ zentral in China und war vor mehreren Jahrhunderten immer wieder eine strategisch wichtige Stadt für chinesische Herrscher. Vor allen Dingen seine heute noch vollständig erhaltene, 12 Meter hohe und 12-14 Meter breite Stadtmauer macht Xi’an zu etwas besonderem. Etwa 30 km ausserhalb wurde durch Zufall die heute sehr bekannte Terrakotta Armme des ersten chinesischen Kaisers Qin Shihuangdi (轻视皇帝) entdeckt.
Nachdem das Meeting in Ji’nan beendet war, ging es mit drei Stunden Verspätung weiter mit dem Flugzeug nach Xi’an. Von dort aus fuhren wir mit dem Auto noch einmal 2 Stunden bis zu unserem Hotel. So gegen 2 Uhr in der Nacht kamen wir dann auch tatsächlich dort an. Nach eine kurzen Diskussion an der Rezeption – ich hab nicht verstanden worum es ging – ging es dann auch aufs Zimmer. Ich weiß nicht warum, villeicht war das Hotel wegen des Apfel-Symposiums bis auf dieses Zimmer ausgebucht, auf jeden Fall habe ich eine ultra große, noble Suit bekommen. Ich will nicht wissen, was das gekostet hat. Also habe ich erst mal anstatt ins Bett zu gehen, das Zimmer abfotografiert. Wer weiß wann ich nochmal ein so tolles Zimmer bekomme… ^^ Auf den Fotos kommt aber leider nicht rüber, wie groß das war. Mit einem Badezimmer, mit Hightechdusche, Gäste WC, ner Sitzecke, eine kleine Bar und ein Schlafzimmer…
Am nächsten Tag, hieß es dann schon um halb acht aufstehen, für Frühstück und ein paar Vorträge anhören und eine Apfelversuchsfarm zu besuchen. Nach dem Mittagessen ging es dann im Reisebus Richtung Xi’an Altstadt. Professor Yuan musste leider schon zurück nach Qingdao fliegen. Ich habe mich also an 3 Studeninnen unserer Universität gehalten. In Xi’an hatten wir dann ein nicht ganz so nobles Zimmer aber auf jeden Fall genug für die kleine Miriam und die Studentin, mit der ich es mir geteilt habe.
Am nächsten Morgen ging dann die Kaffeefahrt duch Xi’an los.
STATION 1: Terrakotta Armee
Dieses Ausflugsziel stand auf meiner ToDo-Liste für China und jetzt konnte ich es doch tatsächlich als erstes abhaken. Allerdings war ich etwas enttäuscht
Vielleicht lag es auch einfach daran, dass dort zu viele Menschen waren und die Reiseleitung nur chinesisch gesprochen hat. Ich hätte mir auch einen extra Führer auf englisch holen können, hatte aber Angst nachher meine Gruppe nicht mehr zu finden und hab es deshalb sein gelassen. An sich ist die Armee schon sehr interessant, aber man sieht keinen Soldaten mal so richtig von Nahem – immer nur so aus min. 8 Metern Entfernung und min. 5 Chinesen dazwischen. Bin aber trotzdem froh, dass ich dort hin war.
STATION 2: Huaqing Hot Springs
Nachdem wir bei der Terrakotta Armee waren ging es zu den Huaqing Hot Springs. Hier kommt das ganze Jahr über das Wasser mit einer konstanten Temperatur von 43°C aus den Quellen. Verschiedene Herrscher haben während der Jahrhunderte diesen Ort als Bad benutzt. Und besonders berühmt ist er auch wegen dem Xi’an Incident von 1936.
STATION 3: Messerverkauf
Als nächstes ging es, wie es sich für eine echte Kaffeefahrt gehört, zum Messerverkauf. Zunächst gab es eine QVC reife Vorführung diverser Schneidgeräte im Anschluss konnte man sich die Sachen von Nahem anschauen und selbst ausprobieren. Dabei bin ich dann sitzen geblieben und auf meinem Stuhl eingepennt – was will ich schon mit nem Sparschäler??? Danach wurde man durch die Verkaufshallen geschleust. Das gute war, es gab ein kleines Messerchen umsonst
STATION 4: Wildganspagode
Die Wildganspagode ist mit ihren 7 Stockwerken eins der Wahrzeichen Xi’ans. Leider hatten wir nur zwanzig Minuten Zeit und konnten nicht hinein gehen, sondern konnten sie nur von weitem sehen. Trotzdem schön.
STATION 5: Freizeit Park Tang-Paradies
Als wir in den Park kamen, war es schon dunkel. Aber die Gebäude waren nett beleuchtet. Um halb neun gab es dann eine Film-Vorstellung auf der weltgrößten Wasserleinwand. Dabei sprühten Fonteinen Wasser in die Luft und auf dessen Nebel wurde dann ein Film projeziert mit anschließendem Feuerwerk und Lichteffekten – echt imposant!
Danach sind wir totmüde ins Bett gefallen, um am nächsten Morgen 22 Stunden mit dem Zug zurück nach Qingdao zu fahren. Wir fuhren in einem Schlafwaggon – war eigentlich recht komfortabel und angenehm. Die Zeit ging schneller rum, als ich gedacht hätte.
Und nun sitzte ich hier und schreibe alles für euch nieder….