Beitrag zur kulturellen Verständigung ;)

Miriam Posted in Allgemeines, Campus-Leben
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Montags ist immer Seminar im Meetingraum angesagt. Da muss jeder mal einen Vortrag halten. In der Regel über die Versuche, die man macht.
Ich habe heute meinen Vortrag gehalten. Allerdings nicht über meine Versuche – das hätte wahrscheinlich eh keiner verstanden, wenn ich das auf Englisch gemacht hätte – sondern über mich, die FH und Trier.

Somit habe ich tatsächlich einen kleinen Teil zur kulturellen Verständigung zwischen Deutschland und China beigetragen.
Die Formulierung in meinem Stipendienantrag war also gerechtfertigt ;)

Versuchsphase eingeläutet

Miriam Posted in Allgemeines, Campus-Leben
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Nachdem jetzt (fast) alle Chemikalien da sind, kann ich nun endlich loslegen. Heute hab ich deshalb nochmal bei dem Chemikalienliefernaten  nach der Wasserstrahlpumpe nachgehört auf die ich schon seit mehreren Wochen warte. Er hat so getan, als würde ich zum ersten mal fragen. Ich hatte mir das schon fast gedacht und sicherheitshalber schon am mal ein paar Bildchen im Internet rausgesucht, die das Teil beschreiben. Nach kurzer Zeit hatte sich eine Traube um meinen Laptop gebildet und alle waren sich schwer am beraten, was das denn für ein Teil sei und welchen Nutzten das hätte. Sie konnten sich nicht erklären, was das Wasser mit dem Vakuum zu tum haben sollte und wollten mir nicht glauben, dass das überhaupt funktioniert.

Ich kann mir vorstellen, dass einige von euch auch nicht wissen, was eine Wasserstrahlpumpe ist (für mehr Infos hier klicken). Aber jeder, der schon mal in einem Labor gearbeitet hat, müsste das Teil eigentlich kennen. Naja, nicht in China…

Was ich eigentlich über kurz oder lang sagen wollte, ist, dass ich wohl in der nächsten Zeit nicht mehr so viel Zeit habe hier fleißig zu posten. Aber 1. Bin ich zum Arbeiten hier und muss das jetzt auch mal machen und 2. gibt es eh nichts interessantes zu erzählen, wenn ich den ganzen Tag Versuche mache und wenn ich über meine Versuche schreiben würde, würde hier bald keiner mehr lesen ;)

Liebe Grüße

Miriam

卡拉OK oder In Deutschland besser bekannt als Karaoke

Miriam Posted in Campus-Leben
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Ja, und gestern war es dann soweit. Ich glaub keiner kann eine längere Zeit nach China kommen und ungeschoren davonkommen. Gestern hieß es dann für mich KARAOKE. Ach wie ich das singen doch liebe – vor allem weil ich das ja so gut kann. Genau das richtige für mich. Aber ich dachte mir, einmal muss man das ja mal mitgemacht haben. Musste dabei an Bella denken, die liebt ja die Karaoke Sessions im Irish Pub. Vielleicht schaffen es ja die Chinesen mich zu bekehren. Dann komm ich mal mit, wenn ich aus China zurück bin ;)

Also das ganze lief folgendermaßen ab. Gestern nach dem Mittagessen wollte ich ein Schläfchen machen – nicht lachen, das macht man hier so! Und dann ging einmal das Telefon – ob ich lust hätte mit singen zu kommen. Oh mein Gott, dachte ich mir, jetzt ist es soweit, ich muss zum Karaoke.
“Aber ich kann doch gar nicht singen – nur zuhören, ja?” – “Jaja, nur zuhören, ok.”. Von wegen!
Als wir dann mit 9 Mann in dem Karaoke-Schuppen angekommen waren, hieß es dann einmal: “Such dir ein Lied aus, die haben auch englische.” – “NEEEEIIIIIINNN!”, ich dachte die hätten vielleicht nur chinesische und dann könnte ich mich drücken, aber so hatte ich keine Ausrede mehr. Die Hälfte der Lieder kannte ich zwar nicht und dann kam noch erschwerend hinzu, dass die Interpreten dann meist auf chinesisch dort standen. Wer im Himmelswillen ist denn bitte 麦当娜? Achso, Madonna. Gut zu wissen.
Hab dann von R. Kelly “I believe I can fly gesungen”. Leider waren der Text auf der Leihnwand nicht sonderlich synchron mit dem Lied. Da ich nicht den kompletten Text kannte und deshalb teilweise auf das Lesen angewiesen war, kam ich irgendwann voll raus. Hinterher gab es trotzdem einen heftigen chinesischen Applaus (die klatschen in der Regel schneller als wir *hihi*, klingt lustig). Die anderen haben dann chinesische Schnulzen und Schlager geschmettert.
Aber war schon lustig, was die für eine englischsprachige Musikauswahl hatten – Sarah Connor und ganz viele Popstars Gruppen, von denen man spätestens nach einer Saison nichts mehr gehört hat.

Der Raum war ne kleine düstere, muffige Klitsche. Mit super kitschiger, klitzernder Motivtapete an den Wänden. In der Mitte stand ein Tisch an dem zwei Mikroanschlüsse waren. Drumherum waren gepolsterte Sitzbänke auf denen man es sich dann bequem machen konnte, um dann auf der gegenüberliegenden Wand die von einem Beamer projezierten Musikvideos mit Liedtext zu verfolgen.

Da die Knabbereien vor Ort total überteuert sind, macht man es in China genau wie bei uns. Man sucht sich ein paar Mädels mit großen Taschen und stopft dann das billig gekaufte Zeug da rein, um es dann in den Raum zu schmuggeln. Nur mit dem Unterschied, dass in China dann die Jungs dann die schweren Taschen tragen ;) .
Es gab Popcorn (was wohl ein Alibi-Kauf vor Ort war, damit das mit dem selbst mitgebrachten Zeug nicht so auffällt), Chips, Erdnüsse, Trauben und Sonnenblumenkerne. Jaja, die Sonnenblumenkerne; mit Schale… Die knackt man und lutscht den Sonnenblumenkern raus. Und was macht man hinterher mit der Schale? Ist doch klar! Auf den Boden spucken. Und nach kürzester Zeit sieht so ein Karaoke-Raum aus wie ein Saustall. Auf dem Boden überall Sonnenblumenkernschalen, auf dem Tisch alles voll mit leeren Chipstüten und Traubenkernen, auf den Sitzflächen lauter leere Flaschen. Ja, und genauso haben wir dann den Raum auch verlassen. Wenn wir das Zeug schon nicht vorort gekauft haben, dann können die Angestellten von der Karaoke-Bar das wenigstens weg machen. Dann haben die auch was davon ;)

Jaja, war schon recht amüsant. Im Laufe des Abends hab ich dann noch “heal the world” von Michael Jackson, “leaving on a jetplane” (weil ich den Text noch einigermaßen aus dem Musikunterricht im Kopf hatte), und “killing me softly” gesungen. Hätte ja noch “no woman no cry” oder was von den Red Hot Chili Peppers gesungen, aber das hatten die nicht – aber Sarah Connor und Overground haben se *kopfschüttel*

Frühstück

Miriam Posted in Campus-Leben, Essen
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Guten Morgen nach Deutschland!

Ihr schlaft zwar bestimmt alle noch, aber hier ein kurzer Bericht von meinem Frühstück heute:

leicht süße, dickflüssige Bohnensuppe (Kidneybohnen) mit Reis (0,5 RMB)
und leicht scharfes dünnes Fladenbrot (1 RMB)

Sieht auf dem Foto etwas ekelig aus, weil es in der Kantine sehr dunkel war, ist aber eigentlich ganz lecker, wenn man sich daran gewöhnt hat, dass es Suppe zum Frühstück gibt. :D

Danach ist man pappensatt. Und wo kriegt man denn schon in Deutschland ein Frühstück für weniger als 20 cent?!?

Achso, das mit dem Löffel ist meine Spezialität, denn normalerweise setzt man einfach die Schüssel auf und trinkt die Suppe (wahlweise mit einem dazu passenden Geräusch). Ich esse sie lieber mit dem Löffel. :D

Tang Lang (螳螂) die Zweite

Miriam Posted in Campus-Leben
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Die Tage war abends eine Gottesanbeterin im Labor. Aber eine richtig große. Zum Glück war ich schon nach Hause gegangen. Liu Li hat für mich gemacht ein paar Fotos gemacht.


Angriff einer Tang Lang (螳蜋) überlebt

Miriam Posted in Campus-Leben, unterwegs
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Oh von diesem schrecklichen Ereignis habe ich ja noch gar nicht berichtet.
Zart beseitete sollten an dieser Stelle lieber nicht weiterlesen. ;)

Vor einiger Zeit war ich mit Liu Li in der Umgebung des Campus unterwegs, weil sie noch etwas erledigen musste. Es war ein recht heißer Tag. Auf dem Rückweg merkte ich, dass mein Schuh aufgegengen war. Also beugte ich mich vor, um ihn zu schließen. Da meinte Liu Li nur zu mir: “Oh, look at this!”, und deutete auf den Strauch, in dem ich halb drin hing, um mir meinen Schuh zu zu machen. Ich schaute also auf die Blätter direkt vor meiner Nase, aber da war nichts. Doch auf einmal sah ich was Liu Li meinte und hab mich tierisch erschrocken. Wer wissen will, was ich denn da gesehen habe, der kann hier nachschauen.

Nachdem ich den ersten Schock überwunden hatte, meinte Liu Li zu mir: “It’s beautiful, take a picture!”. Zuerst habe ich mich nicht getraut, weil ich nicht wusste, ob die Dinger gefählich sind oder nicht. Liu Li meinte darauf hin, dass sie beißen könnten, also näherte ich mich dem Vieh nur mit Vorsicht – zumal die Haltung, die es einnahm sehr angrifflustig aussah. Ich stellte also den Makromodus in meiner Kamera ein, um eine Nahaufnahme zu machen. Nur die Fotos, die ich gemacht habe, wurden alle unscharf (dieses tolle Foto hat Liu Li gemacht). Ich hab also ziemlich lange, ganz schön dicht mit meiner Kamera vor dieser Gottesanbeterin herumgefuchtelt.

Plötzlich springt das Vieh ganz unerwartet und ohne Vorwarnung (mal abgesehen von der angriffslustigen Haltung) auf mich und ehe ich mich versah, saß es auf meinem Arm. Ich schüttelte meinen Arm, um die Gottesanbeterin weg zu bekommen, aber das Vieh war ganzschön hartneckig. Ich schüttelte also heftiger und heftiger, in der Hoffnung, dass es ja irgendwann mal abfallen müsste. Aber dieses Monster krabbelte  immer weiter meinen Arm hinauf.
Daraufhin bekam ich voll Panik und dachte ich bekäme jeden Moment den tödlichen Biss der Gottesanbeterin. Also schrie ich verzweifelt, Liu Li solle es wegmachen. Als das Ungetüm dann auf meinem Rücken angekommen war und ich nicht mehr zappelte, weil ich mich vor Schreck nicht mehr bewegen konnte, nahm Liu Li die Gottesanbeterin ganz gelassen und mit einem breiten Grinsen von mir herunter, um mir dann zu sagen, dass die eigentlich gar nicht gefährlich sind. Sie können einen lediglich mit ihren Zangen pitschen. Und dieses Exemplar sei ja eh noch ganz klein.

Für mich hat es allerdings vollkommen ausgereicht, um mir einen riesigen Schrechen einzujagen. Anschließend hat Liu Li das harmlose Monster wieder in die Freiheit entlassen.

Ein paar Einblicke in den Campus

Miriam Posted in Campus-Leben
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Damit ihr mal einen Eindruck davon bekommt, wie das hier so aussieht, hier mal ein Screenshot von Google Maps auf dem das Campusgelände zu sehen ist. Ich habe euch mal das Labor eingezeichnet und mein Wohnheim. Am Maßstab unten links könnt ihr sehen, dass das ein ganz schönes Stück zu laufen ist. Am besten gefällt mir aber der See zwischen Wohnheim und Labor, von dem ich euch noch ein paar Bilder online Stelle.








Wie und wo ich lebe

Miriam Posted in Campus-Leben
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Ich wohne auf dem Campus-Gelände der Universität in einem Wohnheim in einem zwei-Bett-Zimmer, das ich mir mit einer Chinesin teile. Sie spricht recht gut englisch, sodass wir uns unterhalten können. Sie ist sehr lieb. Wir reden sehr viel, sodass wir beinahe nicht zum Schlafen kommen.

Und so wie ich gehört habe, ist meine Unterkunft voll der Luxus, denn normalerweise wohnen die hier in 6-Bett-Zimmern und haben keine Dusche oder Toilette im Zimmer. Ich kann mich also glücklich schätzen.

Ich werde bald mal ein paar Fotos machen und sie hier hochladen.
Hier ist schon mal eins von Liu Li (meine Mitbewohnerin) und mir…